Die Kunst hellwach gelassen zu sein - Impulse für Job und Leben (Teil 2)


HELLWACH - eine kleine Impulsgebung
FOCUS
Wenn das Denken zur Ruhe kommt, sind wir klar im Kopf. Nicht alles tun, was den Leistungskriterien unserer Gesellschaft entspricht.
Ziel: Unseren Geist ins Hier & Jetzt bringen, um Ruhe und Gelassenheit zu finden.
Innere Haltung wohlwollend gegenüber sich selbst und anderen.
Einfach sitzen, sich auf den Atem konzentrieren, alle Gedanken kommen und gehen lassen, ihnen nicht nachgehen, sich nicht von ihnen treiben lassen , sich immer wieder auf den Atem konzentrieren, um Ruhe in den Kopf zu bekommen
ACHTSAMKEIT
Achtsamkeit ist Aufmerksamkeit, derer wir uns ganz bewusst sind.
Wir wissen genau, was wir tun und wie wir dabei empfinden.
Achtsamkeit ist die Fähigkeit, sich selbst vorbehaltlos zu beobachten und viel über sich lernen können.
Achtsamkeit strebt nichts an. Sie sieht einfach, was schon da ist.
Nimmt körperlich Bedürfnisse und Empfindungen, Alltagstätigkeiten, Gewohnheiten und Prioritäten unter die Lupe.
Durch Achtsamkeit werden wir immer weniger automatisch funktionieren, werden wir immer bewusster und entspannter und Freude am Leben empfinden.
Positive Auswirkung auf die physische und psychische Gesundheit.
Unser eigenes Tun bestimmen. Wahrnehmen wie die Dinge auf uns einwirken, sie sortieren, was wichtig für uns ist und was nicht.
Anfängergeist: So tun, als würde man alles Tun das erste Mal tun.
EMOTIONEN & GEFÜHLE
Emotionen und Gefühle wahrnehmen, um den Themen nicht ausgeliefert zu sein.
Die ganze Katastrophe annehmen.
Genau erkennen, was sich da abspielt. Katastrophen nicht weg atmen. Sich nicht kritisieren, nicht bewerten oder es verändern wollen.
Sich nicht mehr mit den Dingen identifizieren.
Gute Gefühle einüben und positive Zustände hervorrufen.
MPH 07/18
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Die Kunst hellwach gelassen zu sein - Impulse für Job und Leben (Teil 1)

„Besäße der Mensch Gelassenheit, so wäre ihm fast nichts unmöglich“ sagt ein altes konfuzianisches Sprichwort.
Wäre dieses von Beginn an in die Welt getragen und in der staatlichen, gesellschaftlichen und familiären Erziehung kultiviert worden, hätte die Geschichte ganz andere Geschichten geschrieben. Aber die Welt von heute ist nun mal so wie sie ist, und wir alle sind aufgefordert, sie zu ändern. Nicht nur im Großen. Besonders die kleineren, täglichen Wichtig- und Unwichtigkeiten, die uns oft zu schaffen machen, sollten wir einmal in Ruhe unter die Lupe nehmen. Im privaten wie im beruflichen Umfeld.
Unsere Welt ist zu einem einen „Hochgeschwindigkeits-Reaktor“ geworden, über dessen Trassen der „Dauerstrom“ des „Beschäftigt-sein-müssens“ in die Netze unserer Gesellschaft und deren Lebenswelten gespeist wird. Wir haben uns so daran gewöhnt, dass wir das dauernd unter „Strom stehen“ und die Dinge kaum mehr richtig wahrnehmen. Doch wenn wir uns sensibilisieren und wieder zu spüren in der Lage sind, können wir uns bewusst wegschalten und uns wieder zuschalten, wenn es nötig wird.
Doch Fakt ist: Der „Hochgeschwindigkeits-Reaktor Welt“ wird erst einmal seine Turbinen weiter unter Dampf halten. Uns dabei permanent zu entschleunigen ist nicht die Lösung. Wir liefen der Zeit noch mehr hinterher als bisher. Aber die Kunst gelassen zu sein kann uns helfen, wirkungsvolle Veränderungen herbei zu führen!
Gelassen sein ist eine Tugend, die mit Geduld, Besonnenheit, klarem Kopf und Empathie viele Probleme zu lösen vermag. Gelassen sein ist eine Kunst, die uns mehr Lebensfreude und Lebensqualität beschert. Gelassenheit lässt uns zur Ruhe kommen und gibt dem Ego Urlaub. Gelassen sein heißt aber nicht, gleichgültig gegenüber uns selbst und anderen zu sein. Sich abzuwenden und wegzuschauen wäre arrogant, Ignoranz keine Lösung.
Gelassen sein tut gut! Doch was bedeutet eigentlich „Gelassen“?
Gelassen kommt von „lassen“, von „loslassen“, Ballast ablassen“, um sich leichter zu machen, sich auf Neues „einzulassen“, sich „hingebungsvoll zu überlassen“. Klingt einfach! Aber wie werden wir gelassen? Was können wir tun, uns diese Tugend zu eigen zu machen? Und, woher nehmen wir die Kraft und die Zeit bei all dem Trubel, der unser Dasein umringt, Gelassenheit einzuüben, zu kultivieren, gelassen zu leben?
Uns die Kraft selbst zu geben (zu schenken), uns auf Neues einzulassen, ist ein Weg. Ihn zu gehen braucht den Willensakt gelassen zu werden, es ernsthaft zu wollen, bevor das „Einüben“ des „Gelassen-werden“ beginnt. Sozusagen nach dem Prinzip des PLAN – BUILD – RUN.
Der andere, vielleicht leichtere Weg, ist einfach mit dem Einüben zu beginnen. Ohne Erwartungshaltung, ohne Wunsch gelassen zu werden, ohne Ziel. Einfach üben und beobachten, was (mit Ihnen) geschieht. So machen Sie das Üben zum Spiel.
MPH 04/18
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