Kontrolliert Druck abbauen

Innere Ruhe, Ausgeglichenheit, und Verständnis für andere Menschen, Erkennen des Wesentlichen und Schlagfertigkeit. Ja, das brauchen wir unbedingt in unserem Joballtag. Es gilt zu begreifen, dass unser Intellekt mit seinen überholten Methoden der Analyse und seinen kalkulierbaren Wahrscheinlichkeiten den Herausforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen ist und unausweichlich Fehler begeht.

Wenn die alten Muster und Strategien nicht mehr greifen und vieles in Frage gestellt wird - dann heißt es zum Beispiel: Wie soll ich weitermachen? Wie bisher? Wo führt das hin? Vielleicht zu einem totalen Burn-out? Wie bekomme ich den Kopf wieder frei? Was ist eigentlich der Sinn des Lebens? Ist es möglich, beruflich erfolgreich zu sein und dabei als Mensch nicht auf der Strecke zu bleiben? Die Antwort lautet eindeutig „ja“! Das ist möglich. Und es ist gar nicht so schwer. Durch Übung können wir unseren gesunden Menschenverstand weiterentwickeln. Durch Übung können wir uns körperlich in Höchstform halten. Doch brauchen wir dazu eine Philosophie und besondere Methode? Auch hier heißt die Antwort „ja“. Wir denken oft zu viel, und das ist nicht gut.  Natürlich ist es gut, über Dinge nachzudenken. Doch zu viel, und vor allem auch zu angestrengt nachzudenken, führt zu  falschen Entscheidungen. Wir geraten unter Druck. Es muss ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen unserem Denken, Fühlen und Handeln herrschen. Oft fehlt es uns an diesem Gleichgewicht. Dann sind wir unkonzentriert oder leiden unter Schlaflosigkeit. Welche Übungspraxis kann uns weiterhelfen? Und gibt es hierfür für ein Patentrezept?

Natürlich nicht. Aber es stehen uns für die Praxis probate Mittel zur Verfügung, die uns gut tun können. Wie zum Beispiel Vital-und Mentalkünste aus Fernost. Sie verschaffen uns einen wertvollen Einblick in unser eigenes Denken, wie unser Bewusstsein funktioniert und wie wir üben können, besser mit uns umzugehen.  Wir bekommen Einblick in die autonomen Unterfunktionen unserer Denkprozesse und wie wir diese steuern können. So hat das, was wir hier tun, tatsächlich mit einem gesunden Menschenverstand und klarer Selbsterkenntnis zu tun (siehe auch „Meditierende Manager“ in diesem Blog) . Dies steht wiederum in direkter Beziehung zu unserem Denken über die Welt überhaupt. Wenn wir zu viel denken, erhalten wir ein verzerrtes Bild von unserer Umgebung. Wir sehen die Welt durch die Brille unseres persönlichen Denkens und wissen dabei oft nicht einmal, dass wir eine (Denk-)Brille aufhaben und wie sich das auf unsere Wahrnehmung auswirkt. Dass wir dieses verzerrte Bild für die richtige Vorstellung halten, ist die Ursache für die meisten falschen Beschlüsse und Missverständnisse in den Betrieben.

Es geht hier nicht um psychologische Beschreibungen und endlose Erklärungen. Viel wichtiger als nur praktische Tipps, ist die Fähigkeit, schnell, flexibel und kreativ zu denken und zu handeln.  Darin zeigt sich der hellere und klarere Kopf. Wir erforschen uns selbst und gewinnen die Fähigkeit, dass wir unser ganzes Tun in den Rang einer Kunst erheben: Die Kunst den Körper zu entspannen. Die Kunst den Atem zu beruhigen. Die Kunst das Denken zu schulen. Sowie die Kunst gelassen zu arbeiten. Vitalisieren wir unseren Körper, beobachten wir unseren Atem und unsere Gedanken, sind wir auf einem guten Weg, aufkommenden Druck kontrolliert abzubauen.

MPH 09/17

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